Halasana führt uns aus der Enge der Körperhaltung in die Weite des Bewusstseins und gibt uns eine neue Perspektive, aus der wir Kraft für Veränderung schöpfen können. Mit aktiver Arbeit pflügen wir unsere inneres Feld um, so dass wir neue geistige Samen säen können.

Halasana zeigt uns auch, das Veränderungen immer Geduld, Zuversicht und Willenskraft brauchen.

Das Asana hilft bei Nervosität, Unruhe und geistiger Überlastung zur Ruhe zu kommen, wirkt regenerierend, ausgleichend und beruhigend.

Übungsanleitung

Bevor du Halasana übst, wärme dich vorher auf z.B. mit dem Sonnengruß.

Beginne in der Rückenlage mit aufgestellten Beinen. Um deine Halswirbelsäule in der Übung zu entlasten, lege dir eine gefaltete Decke unter den oberen Rücken. Die obere Deckenkante endet auf der Linie der Schultern, so dass dein Nacken frei liegt. Lege die Arme lang, mit den Handflächen zum Boden, dicht neben den Körper. Zieh die gebeugten Beine zur Brust heran, schließe die Knie. Ausatmend führe die Knie Richtung Kopf und hebe Becken und Rücken vom Boden ab. Stütze die Hände im Rücken, mit den Fingerspitzen zum Gesäß zeigend, ab.

Um weiter in die Haltung hineinzugehen gib sanft und  behutsam Länge in deinen Rücken. Das Steißbein und die Sitzhöcker streben nach oben. Drücke die Hände fest gegen den Rücken und führe deine Schulterblätter sanft zueinander. Bring auch die Ellenbogen und Hände dichter zueinander und schaffe Weite im Brustraum. Aktiviere den Beckenboden um den unteren Rücken zu stabilisieren. Der Kopf liegt gerade auf dem Hinterkopf. Der Nacken ist lang und drückt nicht auf den Boden. Zwischen Kinn und Brust bleibt etwas Abstand.

Strecke nun die Beine in die Waagerechte über den Kopf aus und halte dabei die Länge in der Wirbelsäule. Senke die Beine behutsam und nur so tief wie es dir gerade möglich ist. Wenn du die Füße zum Boden bringen kannst, stelle die Zehen zum Kopf zeigend auf, aktiviere die Beine und dehne die Fersen weg vom Gesäß während du weiterhin die Länge im Rücken hältst. Alternativ kannst du deine Füße auch auf einem Hocker oder Bolster aufsetzen. Löse die Hände vom Rücken und lege die Arme lang oder mit verschränkten Händen am Boden ab. Halte die Position in Achtsamkeit für die präzise Ausrichtung deines ganzen Körpers.

Richte dein Bewusstsein nach innen und fülle die Haltung mit deiner ganzen Achtsamkeit, atme und spüre. Schließe die Augen und spüre aus der Enge der Körperposition in die Weite deines Bewusstseins. Wenn du möchtest verbinde deine Übung mit den nebenstehenden Affirmationen.

Verweile für 5-10 tiefe und ruhige Atemzüge oder solange es dir angenehm ist.

Bitte beachte: Forciere nichts und übe ganz behutsam. Erst wenn die nötige Flexibilität im Rücken gegeben ist kommen die Füße mühelos zum Boden. Atme ruhig und tief. Wegen der Gefahr für den empfindlichen Hals-Nacken-Bereich nicht den Kopf zur Seite drehen! Gehe liebevoll mit dir selbst um und beachte deine momentanen Grenzen. Auf keinen Fall drücke oder ziehe dich in die Haltung hinein!

Um die Haltung zu lösen rolle behutsam aus der Kraft der Mitte Becken und Beine zum Boden ab (möglichst ohne im Oberkörper hinterher zu schwingen). Spüre in Rückenlage nach.

Als Ausgleich kannst du in die dynamische Schulterbrücke und danach in den Fisch kommen.  Beende deine Yogapraxis immer mit 5-10 Minuten Shavasana (Entspannung in Rückenlage).

Wir wünschen dir viel Freude beim Üben.  Namasté

Vorsicht bei

  • zu hohem oder niedrigen Blutdruck
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
  • starken Schulter/Nacken und Rückenverspannungen
  • Entzündlichen Erkrankungen im Kopfbereich
  • Erhöhtem Augeninnendruck
  • bei Schilddrüsenproblemen
  • während der Menstruation
  • Bei Venenentzündungen und Thrombosen nicht üben
  •  Bei Herzbeschwerden nicht üben.
  • Nicht in der Schwangerschaft

Neben den aufgeführten Kontraindikationen müssen gegebenenfalls weitere körperliche / psychische Gegebenheiten beachtet werden.

Halasana - der Pflug - Das Bewegte Haus Halle

Affirmationen

„Ich komme zur Ruhe und werde mir über mein inneres Feld bewusst.“