Asana des Monats – Kurmasana, die Schildkröte

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Asana des Monats – Kurmasana, die Schildkröte

Die Schildkröte verkörpert Beständigkeit und Weisheit. In einer indischen Legende trägt Kurma, die große heilige Schildkröte den Berg Mandara auf ihrem Rücken. Ihr starker Panzer bietet Schutz und einen Ort des Rückzugs. Mit ihrer Entschlossenheit, Geduld und Ausdauer überwindet sie jedes Hindernis. Sie weiß um das Geheinmis innerer Kraft und Ruhe. Alles hat seine Zeit und sie hat reichlich davon.

Kurmasana, die Haltung der Schildkröte, symbolisiert das Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt und die Hinwendung zur Innenwelt. Sie lehrt dich, dir Zeit für dein Vorhaben zu nehmen und nichts zu erzwingen. Fern von den Ablenkungen im Außen offenbart sich das, was in uns wachsen und heilen möchte. So ist es gerade jetzt die Zeit, die uns dazu einlädt, uns in Beständigkeit, Hingabe und Geduld zu üben.  Die Dinge zu beleuchten, die von essentieller Bedeutung für uns sind. Kurmasana ist eine wunderbare Übung um dich mental zu zentrieren, zur Ruhe zu kommen, emotionale Fesseln zu lösen und loszulassen. Damit ist sie auch eine gute Vorbereitung für die Meditation.

Die klassische Yoga Asana Kurmasana ist eine Übung für Fortgeschrittene. Mit der hier beschriebenen sanften Variation kannst du dich auch als Yoga Anfänger (mit Grundkenntnissen) behutsam mit den Qualitäten von Kurmasana vertraut machen.

Übungsanleitung

Bevor du Kurmasana übst, solltest du dich aufwärmen z.B. Mit dem Sonnengruß.

Setze dich auf deine Yogamatte und stelle die Füße hüftweit, oder auch etwas weiter geöffnet, mit weitem Abstand zum Gesäß auf.  Richte dich aus dem Becken heraus auf. Wenn es dir schwer fällt aufrecht zu sitzen dann setze dich etwas erhöht auf eine gefaltete Decke. Dies hilft dir das Becken aufzurichten und die Lendenwirbelsäule lang werden zu lassen. Nun lass die Knie behutsam nach außen sinken. Solltest du Spannung in den Hüftgelenken spüren, stütze die Knie mit Decken oder Kissen ab. Richte dich einatmend von den Sitzbeinhöckern bis zur Kopfkrone auf. Mit der Ausatmung beuge dich aus dem Becken heraus behutsam ein kleines Stück nach vorn. Führe die Arme von innen unter den Beinen hindurch und lege die Hände auf der Außenseite neben die Unterschenkel oder Füße. Ausatmung für Ausatmung beuge dich langsam, in sanften Schritten, weiter nach vorn. Im Rücken entsteht ein harmonisch langer Bogen, dein Kopf ist in Verlängerung der Wirbelsäule. Richte dein Bewusstsein nach innen und fülle die Haltung mit deiner ganzen Achtsamkeit, atme und spüre. Verweile für 5-10 tiefe und ruhige Atemzüge oder solange es dir angenehm ist.

Bitte beachte:  Gib deinem Rücken und der Hüfte Zeit sich zu öffnen. Gehe liebevoll mit dir selbst um und beachte deine momentanen Grenzen. Auf keinen Fall drücke oder ziehe dich in die Haltung hinein!

Übe dieses Asana nicht bei:  Schmerzen oder starken Verspannungen im Rücken, Bandscheibenproblemen, Ischiasproblemen, Beschwerden in Hüft- und Kniegelenken, Asthma, Herzerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen im Bauchraum, Darmerkrankungen, in der Schwangerschaft

 

 

Über den Autor:

Schul- und Ausbildungsleitung, Yogalehrerin, Ayurveda Beraterin, Massage und Körperarbeit, Biochemie Studium, Dozentin für Yogalehrerausbildungen des BdfY